Versicherungen

Wie können Sie Versicherungen zum Vermögensaufbau nutzen?

Neben den besprochenen Fondsanlagen sind auch Lebens- und Rentenversicherungen unter bestimmten Voraussetzungen als Kapitalanlage geeignet. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen klassischen Kapitalversicherungen mit einer Anlage im Deckungsstock und fondsgebundenen Versicherungen (Fondspolicen).

Klassische deutsche Kapitallebens- und Rentenversicherungen mit Deckungsstock kommen für mich nicht in Frage, da ihre Beitragsrendite nach Abzug der Inflationsrate zu gering ist. Obwohl sie im Deckungsstock einen Aktienanteil von 35% haben dürfen, nutzen sie diesen Anteil nicht einmal zur Hälfte und legen das Geld überwiegend in Zinspapieren an. Im Durchschnitt liegt der Aktienanteil nur bei etwa 10%. Bei dem allgemein niedrigen Zinsniveau kann deshalb keine hohe Rendite erwartet werden, was die aktuellen Ablaufleistungen auch belegen. Deshalb wurde auch der Garantiezins in 2007 auf 2,25 Prozent gesenkt, wobei diese Verzinsung nicht für die gezahlten Beiträge, sondern nur für den reinen Sparanteil nach Abzug der Kosten gilt.

Wesentlich bessere Renditechancen bieten britische With-Profits Policen und Fondspolicen, die sowohl für das ratierliche Sparen als auch für Einmalanlagen genutzt werden können.

Mit Einführung der Abgeltungssteuer am 01.01.09 und dem damit verbundenen Wegfall der Steuerfreiheit von Kursgewinnen bei Fonds werden Versicherungsanlagen aus steuerlichen Gründen wieder interessant. Auch für steuerlich geförderte Anlageformen, wie z.B. die Riester-Rente, die Direktversicherung (Betriebsrente) oder die Rürup-Rente, schreibt der Gesetzgeber eine Versicherungslösung vor.

Es gibt also genügend Gründe, Versicherungsanlagen einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

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