
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wo Sie Fondsanteile verwahren und wie Sie Fondsanteile kaufen können. Für die Verwahrung der Investmentanteile benötigen Sie ein Fonds-Depot - also ein Konto für Wertpapiere. Sämtliche Anteilskäufe und -verkäufe sowie Ihr Wertpapierbestand werden hierüber verbucht. Mit dem Depot verbunden ist ein so genanntes Referenzkonto, von dem die monatlichen Sparraten per Einzugsermächtigung abgebucht werden und das auch als Auszahlungskonto bei Anteilsverkäufen dient. Dieses Referenzkonto ist in der Regel Ihr Girokonto bei der Hausbank.
Bei Ihrer Hausbank, bei einer Direktbank oder über einen Berater. Der Unterschied ist schnell erklärt: Bei Ihrer Hausbank erhalten Sie meist nur hauseigene Fonds ohne Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Bei einer Direktbank erhalten Sie zwar einen Rabatt beim Fondskauf, aber keine ausführliche Beratung. Nur bei einem unabhängigen Berater erhalten Sie sowohl einen Rabatt als auch die notwendige Beratung. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Beraters unbedingt darauf, dass dieser auch über hinreichende Fachkenntnisse und Erfahrungen verfügt, bevor Sie seine Dienstleistung in Anspruch nehmen.
Kaufen Sie nur Fonds (oder Anlagen), deren Funktion Sie wirklich verstehen und von deren Renditechancen Sie selbst überzeugt sind! Nutzen Sie als Depot nur eine Fonds-Plattform, die Ihnen einen Online-Zugang und eine Überwachung Ihrer Anlage mit Limit-Orders (z.B. Stop-Loss) ermöglicht.
Eine weitere Möglichkeit zum Fondssparen sind fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen (Fonds-Policen) und Riester-Sparpläne. Neben steuerlichen Vorteilen bieten diese Anlageformen auch einen gewissen Schutz im Insolvenzfall des Anlegers oder bei Hartz IV.
Mit den Risiken von Fonds haben wir uns schon beschäftigt. Inzwischen gibt es knapp 10.000 verschiedene Investmentfonds, so dass die Auswahl sicher nicht leicht fällt.
Das wichtigste Grundprinzip einer erfolgreichen Kapitalanlage heißt Diversifikation (d.h. breite Streuung). Sie sollten also nicht Ihr gesamtes Vermögen in nur einen Fonds investieren und sich nicht nur auf eine Investmentgesellschaft konzentrieren. Auf den heute verfügbaren Fonds-Plattformen, aber auch bei den meisten Fonds-Policen können Sie Fonds verschiedener Gesellschaften kaufen und für Ihre Geldanlage nutzen. Die folgenden Hinweise gelten deshalb sowohl für reine Investment-Depots als auch für Fonds-Policen:
Strukturieren Sie Ihr Depot sowohl nach Risikoklassen als auch nach Anlagebereichen rund um den Globus (Regionen, Branchen, Themen). Beziehen Sie dabei auch die aufstrebenden Regionen wie China, Indien, Südamerika, Osteuropa und Afrika mit ein. Denken Sie an die immer knapper werdenden Energie- und Rohstoffressourcen. Wenn Sie von einem Wachstumsmarkt oder Anlagethema überzeugt sind, dann suchen Sie unbedingt noch den besten Fondsmanager für Ihre Investition. Untersuchungen haben ergeben, dass es in der Vergangenheit nur 20% der Fondsmanager gelungen ist, besser als der jeweilige Markt zu sein. Wünschen Sie z.B. eine Investition in Technologiewerte, dann prüfen Sie zuerst, welcher Fondsmanager auf diesem Gebiet besonders erfolgreich ist. Leider können wir auch hier nur auf Ergebnisse der Vergangenheit zurück blicken und nicht die Zukunft voraussagen.
Auch der Einstiegszeitpunkt ist aus meiner Sicht sehr wichtig. Da der gesamte Aktienmarkt von der Finanzmarktkrise betroffen ist, ist ein Neueinstieg heute wesentlich günstiger als vor einem Jahr. Die größten Gewinne erzielt man bekanntlich, wenn man bei niedrigen Kursen kauft und bei hohen Kursen verkauft. Leider handeln viele Anleger genau entgegengesetzt und sind dann über ihre Anlageergebnisse frustriert.
Als Basisinvestment für jedes Depot empfehle ich einen gut gemanagten Mischfonds der Risikoklasse 3 (siehe Chart im Menüpunkt "Fonds"). Wie aus dem Chart (Kursverlauf) ersichtlich ist, spielt der Einstiegszeitpunkt hierbei eine untergeordnete Rolle.
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